Ratlosigkeit unter Anlegern

  

Kleinanleger und Börsenanfänger staunen dieser Tage nicht schlecht, wenn sie sich die starken Kursbewegungen von Dow Jones, DAX und Co. anschauen. So gehen die Kurse an den weltweiten Börsen spätestens seit August 2011 fast täglich um zwei, teilweise sogar fünf Prozent nach oben oder nach unten. Dabei jagt der eine Börsen-Rekord den nächsten. Viele fragen sich, ob dies normal sein kann. Andere forschen nach den Ursachen. Die Gründe für die unberechenbaren Börsenbewegungen dürften sicherlich vielschichtig sein. Allerdings gibt es einige Faktoren, bei denen sich sämtliche Experten einig sein dürften: Die inflationäre Geldpolitik der Notenbanken, die gedankenlose Schuldenpolitik der Großbanken in den letzten zehn Jahren und dabei insbesondere die leichtfertige Kreditvergabe an Staaten wie Griechenland, Italien oder Spanien. All dies zusammen führt heute zu einer großen Verunsicherung.

Auf die starke Verunsicherung in der Bankenwelt trifft der fast nicht zu bremsende Aufschwung in der Realwirtschaft: Die Auftragsbücher sind voll und die deutsche Wirtschaft boomt. Doch die Aktienmärkte interessiert das nur wenig: Hier herrscht zum Teil Ausverkauf.

Doch wie sollen Anleger an der Börse reagieren? Und wie sollen diejenigen reagieren, die online Aktien kaufen wollen, aber nicht wissen, wo ihr Geld sicher ist? Fakt ist: Gold, Anleihen oder Fonds, alle Investments sind dieser Tage riskant und können nur in den seltensten Fällen guten Gewissens von den Vermögensberatern verkauft werden. Denn kaum einer wagt vorherzusagen, wie sich die wirtschaftliche Situation weiter entwickelt. Das Problem ist nur: Das Geld auf dem Bankkonto liegen zu lassen, ist keine echte Alternative, da die Inflationsrate durch die Politik der Notenbanken inzwischen so hoch ist, dass das Geld auf dem Konto stetig an Wert verliert. Um diese Gefahr zu bannen, muss der Anleger geradezu sein Geld in Aktien und Co investieren.

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